Glaube konkret – Frank Belusa

Frank Belusa

Als mein Vater starb, war ich kaum sechs Jahr alt.

Dennoch wuchs ich total geliebt und behütet bei und mit meiner Mutter auf.

Unterstützt wurden wir damals von meiner Großmutter, die immer für uns da war, wann immer wir sie brauchten.

Mein Elternhaus bestand also aus „diesem tollen Frauen-Haushalt“, der wunderbar funktionierte, alles dafür tat, dass es uns und – gerade mir – gut ging und scheinbar an nichts fehlte. Dafür bin ich den Beiden sehr dankbar.

Das Einzige, was es so gar nicht bei uns gab, war der christliche Glaube oder das Vorleben christlicher Grundwerte. Ich erinnere mich noch daran, dass es hin und wieder ein Nachtgebet bei uns gab, welches so ging: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm. Amen.“ Das war aber auch schon alles. Nicht einmal an „hohen kirchlichen Feiertagen“ sind wir in die Kirche gegangen. Bestenfalls zu Hochzeiten oder Beerdigungen…oder zu meiner Konfirmation.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich die ersten 40 Jahre meines Lebens ziemlich atheistisch unterwegs war und ich hatte noch nicht einmal das Gefühl, dass es mir an etwas fehlte.

Irgendwann bin ich – mehr oder weniger zufällig bzw. aus Neugierde – in diese Gemeinde gekommen und mir fielen gleich die sympathischen Menschen auf. Durch persönliche Gespräche und Einladungen habe ich sehr schnell Anschluss gefunden. Um es abzukürzen: Eine Themenreihe mit dem Namen „Liebe in Aktion“ und der darauf folgende „Alphakurs“ waren der Startschuss für mich, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, mich auf „Neues“ einzulassen und mein Interesse daran, „diesen Jesus“ näher kennen lernen zu wollen.

Rückwirkend betrachtet ist es bei mir kein besonderes Ereignis, welches mich auf den Weg gebracht hat. Vielmehr war es so, dass ich bereit war, neue Dinge zuzulassen und dabei habe ich meinen Kopf und mein Herz für den Herrn geöffnet…und der Herr trat ein.

Seitdem bin ich mit Jesus unterwegs und das ist wirklich eine spannende und manchmal auch herausfordernde Reise, über die ich sehr froh und glücklich bin.

Meine Gottesbeziehung bezeichne ich gern als „Männerfreundschaft“.

Es gibt Zeiten, da ist man sich total nah und innig und tauscht sich jeden Tag stundenlang miteinander aus und es gibt Zeiten, da konzentriert man sich in so einer Beziehung auf das Wesentliche.

Das wirkliche Gute daran ist, dass ich weiß, dass der Herr immer für mich da ist und ich nie mehr ohne ihn unterwegs sein will.

I‘ve got a friend in Jesus.

Frank Belusa, April 2019